Historie - Wie alles begann


Am Anfang der Geschichte des Schienennahverkehrs in Hamburg steht die Eröffnung der sogenannten Verbindungsbahn zwischen Altona und Hamburg.

Museumszug ET 171 082
Der Museumszug ET 171 082

Diese Bahnstrecke verband ab 1866 die Vorläufer des Hamburger Hauptbahnhofs, wie den Bahnhof Klosterthor und den Berliner Bahnhof, über die Lombardsbrücke und die Stationen Dammtor und Sternschanze mit Altona. Die Bevölkerung nahm das neue Verkehrsmittel mit Begeisterung an, stetig stiegen die Beförderungszahlen. Um dieser Nachfrage weiterhin gerecht zu werden, wurde zu Anfang des 20. Jahrhunderts im Zusammenhang mit der Errichtung des Hauptbahnhofs die Verbindung neu in Hochlage gebaut, durch eine neue Strecke nach Ohlsdorf ergänzt und als technische Innovation von Blankenese bis zu ihrem Endpunkt im Norden Hamburgs mit Wechselstromoberleitung elektrifiziert. Das war 1907: Die Stammstrecke der Hamburger S-Bahn, die Hamburg-Altonaer Stadt- und Vorortbahn war entstanden. Viel ist seit dieser Zeit passiert: Ausgehend von der Stammstrecke kamen weitere Strecken Richtung Bergedorf, Pinneberg und Harburg sowie durch die Hamburger Innenstadt hinzu. Der Antrieb der Fahrzeuge wurde mit neuen Fahrzeugen zwischen 1939 und 1955 auf Gleichstrom mit Energiebezug aus einer Stromschiene umgestellt. Seit 2007 fahren S-Bahnzüge der Linie S 3 zusätzlich auch wieder mit Wechselstrom aus der Oberleitung auf der Strecke zwischen Neugraben und Stade.

Der Verein Historische S-Bahn Hamburg e.V.

Ende der 1990er-Jahre begann mit der Inbetriebnahme der Fahrzeugbaureihe 474 die Ausmusterung der ältesten Fahrzeuge der Gleichstrom-S-Bahn. Um zumindest einige dieser Zeitzeugen für die Nachwelt zu erhalten, gründete sich am 8. Juli 1999 der Verein Historische S-Bahn Hamburg e.V. Seine Mitglieder haben sich zum Ziel gesetzt, in enger Zusammenarbeit mit der S-Bahn Hamburg alte Hamburger S-Bahnzüge betriebsfähig für die Nachwelt zu erhalten. Dazu recherchieren und dokumentieren sie die Geschichte der S-Bahn, bewahren wertvolle zeitgeschichtliche Exponate und führen hierzu auch Informationsveranstaltungen durch. Bis 2007 arbeiteten S-Bahn und Verein gemeinsam den Museumszug ET 171 082 auf. Von außen trägt er die alte blaue Farbgebung, von innen dokumentiert er die zwei Auslieferungszustände der Baureihe (1940er- und 1950er-Jahre) mit Holzlatten- und Kunstledersitzen in der 2. Klasse sowie Wandintarsien und Polstersitzen in der 1. Klasse. Der Zug ist regelmäßig für Sonder- und Charterfahrten im Einsatz. Derzeit ist ein Fahrzeug der zweiten Gleichstrombaureihe, Zug 470 128, in der Aufarbeitung.